Rauchfrei im Schlaf!?

Im Schlaf mit dem rauchen aufhören - davon träumen viele Menschen. Das Detox-N-Verfahren soll diesen Traum nun erfüllen. Detox-N stützt sich auf vier Medikamenten, die so niedrig dosiert werden, dass Risiken und Nebenwirkungen, praktisch ausgeschlossen werden können:

  • Atropin
  • Scopolamin
  • Tranquilizer
  • Clonidin

Rauchfrei im Schlaf!?

Gespräch soll prüfen

Nach einem eingehenden Beratungsgespräch, bei dem die Motivation des Patienten zum Rauchstopp geprüft wird, bekommt der Patient die erste Spritze mit Atropin und Scopolamin. Eine halbe Stunde später gibt es die zweite Spritze mit Tranquilizer-Zusatz. Dann kann der Patient mit einer Begleitperson gehen, und seine Sucht quasi zu Hause ausschlafen; was ca. zehn Stunden dauern soll.

Die Wirkung ist, dass die anticholinergen Substanzen das Nikotin von seinen Rezeptoren im ZNS verdrängen und den Aufhörwilligen im Turboverfahren von der Nikotinsucht befreit. Zur Untermauerung des Abgewöhn-Prozesses bekommt der Patient 13 Tage lang Clonidin in Tablettenform, ebenfalls in subtherapeutischer Dosis, die nicht zur Blutdrucksenkung führe. Die Therapiekosten von ca. 650,00 EUR muss der Patient alleine tragen.

Nicht belegte Erfolgsquoten

Das Detox-N-Verfahren bezeichnen viele Kritiker als obskur zumal die wissenschaftliche Begründung dafür - Nikotin werde durch Atropin und Scopolamin verdrängt - absurd sei.

Nikotin bindet an „nikotinische Acetylcholinrezeptoren“, die einen Ionenkanal kontrollieren. Scopolamin sowie Atropin sind dagegen Antagonisten von so genannten „muskarinischen Acetylcholinrezeptoren“. Diese kontrollieren über membranständige G Proteine die Produktion intrazellulärer Botenstoffe. Trotz gleichem Überträgerstoff haben diese Rezeptoren nichts miteinander zu tun. Eine Zusage für einen Therapieerfolg soll daher nicht zu erkennen sein.

Gleiches gelte auch für den Einsatz eines Tranquilizers

Clonidin wird in der Behandlung von Entzugserscheinungen seit Langem verwendet. Es lindert Entzugssymptome, ohne aber irgendeinen langfristigen Effekt auf Abstinenzdauer und Rückfallrisiko zu haben.

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