Rückfall gehört dazu

Rückfällige sind weder unmotiviert noch abstinenzunfähig!


Raucher, die nach einem Entzug wieder rückfällig werden, gelten als unmotiviert und abstinenzunfähig. Ein Vorurteil, denn der Rückfall gehört zum Bild der Abhängigkeit. Er ist charakteristisch und bedeutet in der Gesundheitsentwicklung eher die Regel und ist daher ein Teil vieler langjähriger Ausstiegsprozesse.

Schleppend setze sich dieser neue Aspekt in der Suchtkrankenhilfe durch. Bisher wurden Rückschritte als Verschulden des Betroffenen ausgelegt. Die Institutionen reagierten darauf mit Zwangsmaßnahmen wie Kontaktsperre bis hin zur Entlassung aus der Klinik, sogar der Ausschluss aus der Selbsthilfegruppe. Dabei spielte die Angst, der Rückfällige könnte andere mit sich ziehen, eine wesentliche Rolle. Doch Rückfall ist nicht gleich Rückfall, es gibt die massive Auffassung, bei der der Betroffene nach erneutem Konsum wieder ganz in sein altes Konsumverhalten verfällt.

Die Rückfallgefahr ist in den ersten Wochen und Monaten am größten: Rund ein Drittel konsumiert in diesem Zeitraum erneut und verfällt wieder den alltäglichen Gewohnheiten.

Selbsthilfegruppen spielen bei der Motivation Abhängiger und ihrer Angehörigen eine wesentliche Rolle: Der regelmäßige Besuch einer Selbsthilfegruppe ist ein effektiver Schritt zur Rückfallprävention. Enthaltsamkeit allein ist nicht die Lösung. Der Abhängige sollte lernen, die Probleme, die seine Sucht ausgelöst haben, selbst zu bewältigen.

Rauchverhalten ändern, auch nach einem missglückten Aufhörversuch!


Nach meinem ersten Aufhörversuch (fast 6 Monaten rauchfrei) hab ich mein Rauchverhalten komplett verändert:

  • Rauchte in der Wohnung nur noch in der Küche
  • Besaß keine typischen Rauchutensilien mehr, Aschenbecher etc.
  • Als Besucher hatte ich keine Rauchutensilien dabei
  • Der Rauch wurde nicht mehr so tief inhaliert
  • Rauchte nur noch selbst Gedrehte
  • Täglich blieb ich mir der Gefahren bewusst
  • Täglich waren die Gedanken beim Aufhören

Mir war bewusst, das dazugehört nicht beim ersten Mal Nichtraucher zu werden, das ev. mehrere Versuche dazugehören. Habe immer, auf den für mich richtigen Tag gewartet, um gestärkt mit den jeweils erlangten neuen Eindrücken an das Zeil heranzugehen.

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