Nach Rauchstopp schlank bleiben

Eine Theorie besagt, dass viele Raucher sofort mit dem Nikotin aufhören würden, wenn nicht das leidige Thema Gewichtszunahme sie ausbremse!

Wer aufhört, nimmt ein paar Kilo zu. Doch mit einer ausgewogenen Ernährung und Sport bringt man die Zahlen der Waage wieder in die gewohnte Reihe.

Was passiert

Nikotin steigert Blutdruck, Puls und Darmtätigkeit. Die Körperspannung nimmt zu, Kalorien werden verbraucht. Nach einem Rauchstopp arbeitet der Körper wieder normal, die gewohnten Energien werden nicht mehr benötigt, es kommt zur Gewichtszunahme.

Beim Inhalieren von Rauch werden sogenannte Endorphine -Wohlfühlhormone- freigesetzt. Bleibt der Rauch aus greifen Ex-Raucher zu anderen Mitteln um ein Wohlbefinden herbei zu führen, statt des Glimmstängels belohnen sie sich beispielsweise mit Schokolade oder anderen netten Leckereien.

Wer hilft

Auf der einen Seite muss eine erhöhte Kalorienzufuhr verhindert und auf der anderen Seite der Kalorienverbrauch erhöht werden, hier hilft der Ernährungsplan, dieser ermittelt den täglichen Bedarf an Kalorien, Sondennahrung, Wasser und Flüssigkeit.

Worauf muss geachtet werden

Obst, Gemüse und Vollkornprodukte müssen ganz oben zu finden sein und die Kaloriensünder, wie Süßigkeiten, fetthaltige Mahlzeiten möglichst weit unten. Ergänzend zum Ernährungsplan sollte sich sportlich betätigt werden. Laufen beispielsweise hilft, um den Kalorienverbrauch zu steigern. Gerade beim Laufen stößt der Körper Glückshormone aus. Nach Erfahrungen verlieren die meisten Ex-Raucher oft zwei bis fünf Kilogramm, die sie zunächst zugenommen haben, innerhalb von ein bis zwei Jahren wieder.

Die Idee

Aufhörwillige, die mit Nikotinersatzpräparaten aufhören, haben oft ihr Gewicht besser im Griff, weil das Blut in stets abnehmender Dosis weiter mit Nikotin versorgt wird. Über den Zeitraum von einigen Wochen kann die Nikotindosis allmählich reduziert werden, bis der Raucher völlig ohne Nikotin auskommt. Die Medikamente werden in Form von Spray, Tabletten und Pflaster angeboten. Bei der Auswahl helfen entsprechend qualifizierte Ärzte oder der Hausarzt. Bedenke, das absetzten der Präparate sorgt für einen erneuten Entzug!

Die damals rettende Pille

Rimonabant stoppt sowohl das Verlangen nach Tabak als auch nach Essen. Nach einer Studie erhielten 787 freiwillige Raucher entweder ein Scheinmedikament oder Rimonabant in zwei verschiedenen Dosierungen. Diejenigen, die das Mittel hoch dosiert einnahmen, waren nach zehn Wochen etwa doppelt so häufig abstinent wie die Kontrollgruppe. Zugleich hatten sie durchschnittlich 33o Gramm abgenommen. Die Freiwilligen, die das Scheinmedikament erhielten, nahmen jedoch im Schnitt 1,1 Kilo zu.

Ursprünglich wurde Rimonabant zur Raucherentwöhnung entwickelt. Eine entsprechende Zulassung wurde sowohl von der Europäischen Arzneimittelagentur als auch von der amerikanischen Food and Drug Administration abgelehnt, da klinische Studien keinen ausreichenden Nachweis für die Wirksamkeit von Rimonabant zur Raucherentwöhnung erbrachten.

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